Pilgerwege

Wiener Wallfahrerweg: Gesamtverlauf von Perchtoldsdorf nach Mariazell

Vollbild

Höhenprofil

111,19 km Länge

Tourendaten

  • Schwierigkeit: schwierig
  • Strecke: 111,19 km
  • Aufstieg: 3.599 Hm
  • Abstieg: 2.968 Hm
  • Dauer: 40:00 h
  • Niedrigster Punkt: 246 m
  • Höchster Punkt: 1.183 m

Eigenschaften

  • aussichtsreich
  • geologische Highlights
  • Einkehrmöglichkeit
  • kulturell / historisch

Details für: Wiener Wallfahrerweg: Gesamtverlauf von Perchtoldsdorf nach Mariazell

Kurzbeschreibung

Leichte Wanderwege im Wienerwald, aber anspruchsvollere Wege in den Voralpen über Kieneck und Unterberg. Vielfach Forstwege und Nebenstraßen von Rohr im Gebirge an. Dauer: vier Tage mit sportlichen Gehleistungen, Tagesleistung rund 30 km.

Beschreibung

Um den Mariazellpilgern eine Alternative zum Straßenmarsch auf der Via Sacra zu bieten, entstand ab 1975 durch die Weitwanderer-Organisation des Alpenvereins der mit Nr. 06 markierte Wiener Wallfahrerweg. Dieser verläuft bis Kaumberg im Nahbereich der Via Sacra. Dann benützt er über den Unterberg - Rohr im Gebirge - St. Aegyd am Neuwald abseits der historischen  Wallfahrerstraße markierte Touristenwege und Nebenstraßen. Varianten dazu gibt es zwischen Maria Raisenmarkt und dem Unterberg über Weissenbach, Furth und Muggendorf. Diese Routen berühren landschaftliche Höhepunkte und vermeiden den anstrengenden Aufstieg zwischen Araburg und Kieneck. Der Niederösterreichische Wallfahrerweg verbindet zwischen Türnitz und der Walster den Via Sacra Pilgerweg mit dem Wiener Wallfahrerweg.
Anforderungen:
Leichte Wanderwege im Wienerwald, aber anspruchsvollere Touristensteige in den Voralpen über Kieneck und Unterberg. Vielfach Forstwege und Nebenstraßen von Rohr im Gebirge an. Dauer drei bis vier Tage mit sportlichen Gehleistungen, Tagesleistung rund 25 km.

Startpunkt der Tour

Wien-Rodaun

Zielpunkt der Tour

Mariazell

Wegbeschreibung

Wiener Wallfahrerweg: 1. Tagesetappe von Perchtoldsdorf nach Kaumberg
Perchtoldsdorf (ab Pfarrkirche oder Waldsanatorium) oder Wien-Rodaun (Linie 60) - Franz Ferdinand-Schutzhaus - Teufelsteiner-/Kammersteinerhütte - Wildegg - Sittendorf - Heiligenkreuz- Mayerling - Maria Raisenmarkt - (Peilstein Abzweigungsvariante) - Hafnerberg - Kleinmariazell - Kaumberg
Die Wanderung beginnt bei der Pfarrkirche in Perchtoldsdorf und führt mit mehreren Einkehrmöglichkeiten durch den Naturpark Föhrenberge zum Schloss Wildegg. Von Wien-Rodaun (Linie 60) aus kann man auch den Weg über das Waldsanatorium und die Perchtoldsdorfer Heide nehmen. Über Sittendorf und Füllenberg kommt man, zuletzt über den Kalvarienberg, zum Stift Heiligenkreuz (4 Stunden). Über Mayer ling und Maria Raisenmarkt wird die Wegteilung in Holzschlag erreicht (Abzweigungen zur Variante Peilstein - Furth, siehe 2. Tag). Über Nöstach geht es zur Wallfahrtskirche Hafnerberg (3 Stunden). Über Altenmarkt und Thenneberg (Kirche Dornau) verläuft nun die kürzere Talstrecke entlang der Triesting bis Kaumberg (2 ½ Stunden). Länger geht man von Hafnerberg über das ehemalige bzw. wieder errichtete Stift Kleinmariazell und über die St. Coronastraße nach Kaumberg (3 ½ Stunden). Nächtigung bei der Talstrecke in Thenneberg oder Kaumberg; auch Kleinmariazell möglich, aber dann 2. Tagesetappe sehr lang (die weiteren Möglichkeiten in Nöstach erfordern eine zusätzliche Tagesetappe).

Wiener Wallfahrerweg: 2. Tagesetappe von Kaumberg nach Rohr/Geb.bzw. Kalte Kuchl sowie Variante Weissenbach-Furth-Muggendorf Kaumberg - Araburg - Kieneck - Unterberg - Rohr/Gebirge - (Kalte Kuchl)
Variante: Weissenbach - Furth - Muggendorf - Unterberg
Nach der noch bequem erreichten Araburg (1 Stunde von Kaumberg, Herberge mit Nächtigungsmöglichkeit) beginnt der schwierigere Abschnitt des Wiener Wallfahrerweges - eine längere Kammwanderung mit Steilaufstieg zum Kieneck (seit September 2009 mit Wasser versorgt)mit der Enzianhütte (3 ½ Stunden) und der etwas einfachere Übergang zum Unterberghaus (2 Stunden). Auf dem Unterberg ist der voralpine Höhepunkt dieser Tour erreicht, denn nun geht es hinab ins Tal nach Rohr im Gebirge (2 Stunden).

 Nächtigungsmöglichkeiten:
Gasthöfe in Rohr im Gebirge oder in dem folgenden Alpengasthof Kalte Kuchl.
Variante Peilstein - Furth (Nächtigung im Peilsteinhaus oder in Weissenbach oder Furth): Von Maria Raisenmarkt zum Peilsteinhaus (3 Stunden von Heiligenkreuz), über Neuhaus nach Weissenbach an der Triesting und nach Furth/Schromenau (3 Std.). Hier weitere Wegteilung - direkte Route durch den Further- und Staffgraben, steil hinauf zum Kieneck mit der Enzianhütte (3 ½ Std.) und weiter zum Unterberghaus (2 Std.). Interessanter und leichter ist die Wanderung in den Steinwandgraben über Gh. Jagasitz/Kreuth nach Thal zum Gh. Karnerwirt oberhalb der Myrafälle in Muggendorf zum Unterberghaus (6 Std.).

Wiener Wallfahrerweg: 3. Tagesetappe von Rohr im Gebirge
nach St.Aegyd bzw. Gscheid
Kalte Kuchl - Tiefental - Hochreit - St.Aegyd/Neuwald - (Gscheid)
Einfache Wege leiten von Rohr weiter zur Kalten Kuchl mit dem Alpengasthof Rieder und „Via Sacra- und Holzknechtmuseum“ (1 ½ Stunden). Von dort gelangt man, weiterhin mit geringen Höhenunterschieden (aber ohne Einkehrmöglichkeit!) über Werasöd in die einsamen Gründe der Grünen und Dürren Schwarza. Von Tiefental geht es durch den Finstergundgraben zur ersten bergigen Strecke dieser Etappe, über einen Sattel vorbei am Hochreit ins Traisental. Dann gibt es nur mehr Forstwege und Nebenstraßen bis St. Aegyd am Neuwald (4 Stunden). Der Waldgraben der Unrechttraisen führt, erst zuletzt stärker ansteigend, zum Kernhofer Gscheid (2 ½ Stunden). Nächtigung in St. Aegyd oder auf dem Gscheid (letzte Möglichkeit vor Maria zell). Ab St.Aegyd besteht auch die Möglichkeit direkt über Kernhof zum Gscheid zu gelangen. In St. Aegyd führt auch ein Rundweg durch das Weißenbachtal über das Luegg nach Kernhof und wieder retour nach St.Aegyd.

Wiener Wallfahrerweg: 4. Tagesetappe von St. Aegyd nach Mariazell
St.Aegyd/Neuwald - Gscheid - Walstern - Mariazell
Nach dem Gscheid folgt eine Straßenstrecke, bis man auf Forststraßen abzweigt und über den Krumbachsattel in das Walstertal kommt (Einmündung des Falkenschluchtweges von Türnitz). Der Weiterweg entlang dem Hubertussee verläuft neuerdings auf Asphalt bis zur Bruder-Klaus-Kirche (2 ½ Stunden; zur Nächtigungsmöglichkeit in Fadental mit Anschlussweg durch die Schwarzwalster zusätzlich 1 ¼ Stunden). Ebenso gestaltet sich die Straßenwanderung durch den Rechengraben, der trotz des KFZ-Verkehrs wie der aus dem Halltal anschließende Kreuzberg immer wieder begangen wird (2 ½ Stunden). Besser ist daher der Übergang aus dem Walstertal (½ Stunde nach der Klaus-Kirche abzweigend) über den nur mäßig anstrengenden Habertheuersattel zum Sebastianiweg und auf diesem weiter zur Mariazeller Gnadenkirche (2 ¾ Stunden).

Anfahrt

Mögliche Startpunkte: Perchtoldsdorf (ab Pfarrkirche oder Waldsanatorium) oder Wien-Rodaun (Linie 60)

 

Perchtoldsdorf:

Südautobahn A2 Richtung Linz – Weiterfahrt Wiener Außenring Autobahn A21 Richtung Linz/St. Pölten – Ausfahrt Brunn am Gebirge – Weiterfahrt Richtung Perchtoldsdorf.

Schnellbahn Linie S3 bzw. Busverbindung.

 

Wien-Rodaun:

Wiener Linien, Straßenbahn Linie 60 - Endstation Wien-Rodaun.

 

Weitere Infos / Links

Mostviertel Tourismus GmbH
Töpperschloss Neubruck, Neubruck 2/10, 3283 Scheibbs
T +43/7482/20 444
info@viasacra.at
www.viasacra.at

 

Tipp des Autors

Kirche in Sittendorf, Zisterzienserstift Heiligenkreuz, Wallfahrtskirche Hafnerberg, Basilika Kleinmariazell, Pfarrkirche Neuhaus, Pfarrkirche Weissenbach, Triestingtaler Heimatmuseum, Steinwandklamm mit Türkenloch, Myrafälle, Kapelle am Unterberg, Via Sacra-Kapelle Kalte Kuchl., Via Sacra- und Holzknechtmuseum auf der Kalten Kuchl, im Jugendstil errichtete Evangelische Waldkirche in St. Aegyd , Bruder Klaus-Kapelle in der Walster, Arthur Krupp-Denkmäler-Weg, Kreuzberg „Luckertes Kreuz“ (kultischer Durchgangsbrauch), Basilika in Mariazell

Empfehlenswerte Literatur
Via Sacra. Der alte Pilgerweg nach Mariazell, www.styriapichler.at 
Wanderführer Via Sacra – Wiener Wallfahrerweg, www.mostviertel.at 
Pilgerwege nach Mariazell, www.styriapichler.at 
Mariazeller Land und Ötscher, www.residenzverlag.at